Besuch bei Mona

Bevor es heute in den Louvre gehen sollte, machten wir uns auf den Weg zur Seine. Zur Abwechslung benutzten wir die Metro, fuhren zum Gare d’Austerlitz und liefen von dort die Seine entlang zur Kathedrale Nôtre Dame. Dort muss man zwar keinen Eintritt zahlen, sich aber in endlos lange Schlangen einreihen. Dazu hatten wir keine Lust und liefen lieber weiter die Seine entlang.

Am anderen Seine-Ufer wurde ja der Verkehr etwas beruhigt und Fahrradspuren eingeführt, aber es war immer noch eine Menge los. Trotzdem verkauften die Bouquinistes weiter Bücher und Krimskrams, seit nun schon über 475 Jahren!

Bouquinistes am Seine-Ufer

Wir nahmen eine kleine Stärkung in einem der zahlreichen Restaurants ein und liefen flotten Schrittes zum Louvre, um unser Zeitfenster nicht zu verpassen. Dort durften wir uns erstmal in eine Schlange mit den hundert anderen mit dem gleichen Slot einreihen. Es ging aber recht zügig voran und unsere Taschen wurden erfolgreich durchleuchtet. Nur mit leichtem Gepäck ausgestattet, konnten wir dann auch direkt zur Ticketkontrolle und in die Ausstellung.

Wir machten uns noch gemeinsam auf den Weg zu Mona Lisa, aber dann trennten sich unsere Wege doch recht bald. Das Gebäude ist ja als ehemaliger Königssitz ziemlich weitläufig. Wie heute üblich, konnten wir auf unseren Handy auf einen Audioguide oder dessen Transkription zugreifen. Teils gab es sogar immersive Angebote zur Erläuterung der Kunstwerke.

Wir haben uns also durch die verschiedenen Abteilungen mit teils etwas unklarer Wegeführung geschlagen. Französische Malerei, italienische Statuen, ägyptische Kunst, die königlichen Gemächer, Kronjuwelen und vieles mehr. Dann haben sie uns Punkt 18 Uhr rausgekehrt und wir sind wieder zum Hotel zurückgekehrt. Bruno und ich sind mit dem Bus gefahren.

(Ole) Ich habe ein Leihfahrrad genommen, um wenigstens einmal in Paris Fahrrad zu fahren. Man kommt dank vieler Fahrrad/Bus/Taxi-Spuren bzw. Fahrrad-Freigaben für Einbahnstraßen entgegen der Richtung gut voran aber im Großen und Ganzen ist es doch recht chaotisch. Mal ist die Fahrradspur rechts, mal ist sie links in der Mitte einer Allee. So richtig sind die Fahrspuren auch gar nicht markiert, also wurschtelt man sich so zwischen den anderen Fahrrädern, Scootern, Autos, Motorrädern, Bussen, Taxis durch. Da ich mich doch ein wenig verfuhr, bin ich zufällig noch am Moulin Rouge vorbeigekommen.

Per Fahrrad zum Moulin Rouge

Am Abend haben sich Bruno und Ole nochmal auf den Weg zum Eiffelturm gemacht, um das Glitzerleuchten aus der Nähe anzusehen.

Le Tour Eiffel

Zum Frühstück begrüßen wir die Hotelkatze und machen uns zu Fuß auf den Weg Richtung Seine. An der Kirche, die den schönen Namen Magdalena trägt und eine Reliquie der Maria Magdalena beheimatet, machten wir zuerst halt und besichtigen das von zahlreichen riesigen Säulen getragene Gebäude.

Später kamen wir am Petit Palais und dem Grand Palais vorbei und schauten uns im kleineren von beiden spontan die Ausstellung an. Dort gibt es vorrangig modernere Kunst in Skulptur und Gemälde (Street Art), die uns allen zusagte.

Danach laufen wir weiter zu Etoile um den Arc de Triomph anzusehen. Am Grab des unbekannten Soldaten brennt weiter die Flamme. Das Gebäude selbst zeichnet sich ja durch die Verherrlichung französischer Kriege aus. Es gibt Gravuren siegreicher Schlachten von Napoleon sowie der Namen seiner Militärs und Plaketten zum Gedenken an die Kämpfer verschiedener Kriege auf dem Boden.

Von dort aus gingen wir – inzwischen hungrig – weiter zur Seine, was uns unweigerlich auch zum Eiffelturm führte. Dummerweise haben wir zwischendurch kein schönes Bistrot gefunden, sodass wir uns direkt am Turm bei der Tourifalle etwas zu Essen kaufen mussten.

Dann haben wir uns in die Ticketschlange gestellt, da es online schon länger keine Karten mehr für die Fahrt bis zur Spitze gab. Wir haben dann auch nach einigem Warten Tickets für den Treppenaufstieg zur zweiten Etage und den Aufzug nach oben bekommen und konnten direkt mit dem Aufstieg beginnen.

Die Treppen ließen sich ganz gut bewältigen, für den Fahrstuhl gab es wieder eine Schlange. Dann wurden die Kabinen vollgestopft und ab ging die Fahrt bis auf 276 m Höhe. Dort war es auch echt voll und nervig laut, aber wir hatten Glück, da wegen eines Gewitters keine Besucher mehr hoch gelassen wurden. Dafür wurde es dann auch echt nass und windig und der Turm schwankte ein wenig. Die Aufseher legten Wert darauf, dass alle nach unten fahren, was sich aber wegen der Menschenmassen länger hinzog. Ole wollte gern als letzter runter und eigentlich auch nochmal auf Oberdeck, aber beides blieb ihm verwehrt.

Wir mussten also als Vorletzte wieder runter auf die 2. Etage, wo es inzwischen wirklich voll war. Vermutlich kamen zwischenzeitlich sowohl von oben als auch von unten alle auf dieser Etage zusammen. Wir machten uns alsbald auf den Weg in die erste Etage. Dort angekommen, stellten wir fest, dass wir ganz viel Lack vom Geländer an den Händen hatten. Oder war es Rost? Zum Glück gibt es Waschräume auf dem Turm, sodass wir das wieder loswerden konnten. Wir wollten hier eigentlich noch einen Cocktail in der Bar trinken, aber es war alles nass bot keinen guten Ausblick und außerdem auch ziemlich teuer. Keine Motivation, sich dort nieder zu lassen.

Für das letzte Stück haben wir uns dann in einen der zweietagigen Aufzüge gequetscht und sind runter gefahren.

Auch wenn die Fahrstuhl-Schienen oben steiler werden, kippt der Kabinenboden nicht zur Seite!

Unten angekommen, stellten wir fest, dass es doch mehr regnet als wir vermutet hatten und suchten uns notdürftig Unterschlupf, um ein Restaurant für den Abend auszusuchen.

Fahrt nach Paris

Heute haben wir den ganzen Tag in Zügen genossen. Voll waren sie aber nur ab etwa Bordeaux. Zunächst haben wir mit den Schmalspurlinien E1 und E2 vom baskischen Euskotren genommen. Das sind keine Traditionsbahnen mit Dampflok, sondern moderne Elektrotriebzüge, als eine Art S-Bahn verkehren. Die Strecke schlängelt sich durch viele Tunnel und Täler quer durchs Baskenland. Mit einem Umstieg in Donostia fuhren wir nach 50 Haltestellen bzw. nach 3 Stunden über die Grenze zu Frankreich nach Hendaye. Dann ging es auf französischem Normalspurgleis mit dem TGV umsteigefrei weiter nach Paris. Dort haben wir vom Gare Montparnasse gleich mal mit dem Bus etwas Stadtrundfahrt zum Hotel in Batignolles gemacht.

Bahnhof Abando in Bilbao
Euskotren E1 in Bilbao
Fahrt entlang Flüssen, Bergen und am Meer mit Euskotren
Umstieg in Euskotren E2 in Donostia / San Sebastian

Puente Colgante (Puente de Vizcaya)

Wir machen uns auf den Weg zum Viertel Portugalete, wo wir ein technisches Kunstwerk besuchen wollen. Die dortige Schwebefähre wurde im Jahre 1893 eröffnet und ist damit die älteste Schwebefähre weltweit. Die Fähre transportiert Autos und auch Fußgänger zwischen Portugalete und dem früheren Badeort Areeta. Heute ist dort das Ufer stark kanalisiert und auch dicht bebaut und lediglich ein kleiner Strandabschnitt im Norden übrig.

Auf dem Weg dorthin werden wir von den 700-Jahr-Feierlichkeiten des Ortes Portugalete (also doch nicht nur ein Viertel von Bilbao) überrascht. Der Bus kann wegen gesperrter Straßen seine gewöhnlich Route nicht nehmen und so steigen wir einfach baldmöglichst aus. Wir schlendern durch die geschmückten Gassen, vorbei an Marktständen uns geraten schließlich in die Prozession bevor wir weiter zur Fähre gehen.

Eigentlich kann man auch über die Brücke laufen, aber der Fahrstuhl auf unserer Seite ist „kaputt“ und die Brücke macht Siesta, weshalb wir ein Fußgänger-Ticket für den Abend kaufen. Wir setzen also mit der Fähre über und nehmen einen Bus, der uns durch die Berge zu einem der zahlreichen Strände außerhalb bringt. Dort spielen wir mit unserem Pelota und baden im Atlantik.

Abends geht es zurück zur Brücke, denn wir wollen ja noch nach oben und hin und her laufen. Später mischen wir uns unter das Volk und bleiben noch etwas bei der 700-Jahr-Feier.

Dort gibt es Sport, Musik und Tanz, die lokale Bevölkerung und die Vereine bringen sich aktiv ein. Zusätzlich gibt es große Bühnen für baskische Musiker, die sich offenbar zumindest im Baskenland großer Beliebtheit mit ihren eher traditionellen Tönen erfreuen.

Spanische Karussels brauchen Stiere!

Besuch bei Peggy

Heute stand der Tag im Zeichen Guggenheims. Wir sind zum Museum gefahren und Ole ist Eintrittskarten jagen gegangen während Bruno und ich noch kurz draußen blieben, um uns mit günstigen „Original“-Fussballtrikots bei fliegenden Händlern auszustatten. „Jetzt hat sich der Urlaub gelohnt“, hieß es danach.

Begehbare Kunst

Frisch umgezogen betraten wir das Museum, wo wir eine Menge moderne Kunst zu sehen bekamen. Ich war wenig und Bruno noch weniger überzeugt.

Das Gebäude hingegen wurde für gut befunden. Im Infinity Room von Yayoi Kusama durften alle nur 30 Sekunden bleiben. Wenn ihr den mal erleben wollt, fahrt lieber ins Louisiana Museum of Modern Art nach Humlebæk in Dänemark. Da muss man zwar auch ewig anstehen, aber darf länger drin bleiben.

Im Infinity Room

Wir haben dann noch eine Runde um das Gebäude gedreht und auch dessen Einbettung in die Landschaft bewundert. Nach den flachen, trockenen Gegenden des Südens und der Mitte Spaniens sind die waldbestandenen Berge eine willkommene Abwechslung.

Wir waren wirklich hier!

Hungrig haben wir nach einem baskischen Restaurant gesucht und sind in einem Einkaufszentrum fündig geworden. Es wurden Fleischberge für mehrere Personen und gigantische Portionen serviert. Irgendwie haben wir es geschafft, alles aufzuessen (die Fleischberge gab es nur am Nachbartisch) und sind dann gegenüber in die Spielhölle gegangen. Dort konnte man an 1-Euro-Spielautomaten Tickets verdienen und diese dann wie bei einer Losbude gegen kleine und größere Gegenstände einlösen. Bruno hat gegen einen Robo-Torwart reichlich Tore geschossen. Der Rekord scheint aber unmöglich zu erreichen, weil man durch das Warten auf den Ball ausgebremst wird, selbst wenn alle Schüsse treffen. Wir haben es nach 3 Versuchen aufgegeben.

Fahrt nach Bilbao

Weil wir mit dem Auto nach Bilbao fahren müssen (es gibt keine vernünftigen Verbindungen zwischen Madrid und Bilbao), begeben wir uns zu einem Vermieter, wo wir Zeugen einer unglaublich schlechten Organisation der Abholungen werden.

Überlastete Autovermietung am Flughafen Madrid

Es gibt ein Ticketsystem, ewiges Warten ist offenbar einkalkuliert. Man ist personell unterbesetzt, aber hätte das Kundenaufkommen auch mit den vollen 6 Countern wohl nicht bewältigt. Wir haben den Eindruck, dass teils Leute vorgezogen werden, wenn sie genügend nerven. Aber auch nicht jeder. Es bleibt für uns, trotz mehrfacher Nachfragen rätselhaft. Wir bekommen unser Auto letztlich mit 2,5 Stunden Verspätung. Meinen Hinweis, dass ich jetzt nicht garantieren könne, dass wir die ursprünglich vereinbarte Rückgabezeit einhalten, quittiert man mit Schulterzucken und dem Hinweis, dass man über die Öffnungszeiten in Bilbao nichts wisse. Na dann.

Wir sind also schon vor der Abfahrt mit den Nerven fertig, machen uns aber trotzdem auf den Weg. Nach dem koreanischen Modell, das wir neulich hatten, bekommen wir nun ein sinnlos großes chinesisches SUV. Das fährt auch und bringt einige Assistenzsysteme mit, sodass ich auf der Autobahn kaum noch etwas tun muss.

Birgit am Steuer des Omoda

Wir machen einen Zwischenstopp am Kloster Cartuja de Santa María de Miraflores. Das Kloster wurde aus einem ehemaligen Jagdschloss entwickelt und von Kartäusermönchen bewohnt.

Kloster Cartuja de Santa Maria de Miraflores

Deren Gesang konnten wir im Kloster lauschen während wir die Bildhauerarbeiten und Gemälde bewunderten.

Touritour durch Madrid

Wir starten den Tag mit einem Spaziergang durch den Retiro-Park. Madrid begrüßt uns dort mit einem leichten Schauer. Der Kristallpalast ist leider eine Baustelle.

Palacio de Velázquez im Parque de El Retiro
Am Estanque Grande im Parque de El Retiro

Wir kaufen uns ein Tagesticket für den ÖPNV und fahren mit der klimatisierten Metro zur Puerta del Sol. Von dort laufen wir über Plätze und Gassen, bummeln ein wenig und besuchen den Plaza Mayor. Am Palacio Real lassen wir uns auf dem Balkon von der Sonne grillen und flüchten dann in den 20 Meter tiefer gelegenen angrenzenden Park. An den belebten Plätzen und auch in Zügen gibt es häufig Straßenmusiker mit mehr oder weniger Talent. Teils möchte man ihnen Geld geben, damit sie aufhören oder zumindest nicht mehr gleichzeitig unterschiedliches spielen. Hier am Palacio Real wurde sehr laut mit Verstärker gespielt und dazu leise gegeigt. Vielleicht wusste der Künstler um sein begrenztes Talent und setzte darum auf Musik aus der Konserve.

Wir beschließen noch dem Ägyptischen Tempel einen Besuch abzustatten. Der Tempel von Debod ist ein Geschenk Ägyptens an Spanien gewesen. Dummerweise ist er auf Tage ausgebucht, sodass wir nur von außen schauen können. Wir genehmigen uns eine Granita und machen mit dem Bus noch etwas Stadtrundfahrt.

Als wir am Stadion vorbeikommen, müssen wir aussteigen und das Bernabéu, die Heimstätte von Real Madrid, ansehen. Natürlich mussten wir auch dem Shop einen Besuch abstatten. Auf 2 Etagen kann man dort von Real-Trikots aus allen Zeiten bis hin zu einem Stückchen Rasen alles erwerben, was das Fußballerherz höher schlagen lässt.

Wir beschließenden Abend mit einem gigantischen Omelette. Die Spanier lieben ihre Eierspeisen, gern kombiniert mit Schinken oder Meeresgetier.

Omelelttes des „Los Rotos“

Pool und Valladolid

Nach der Sonnenfinsternis ging es für uns zurück nach Madrid. Wir ersparen euch weitere Fotos vom Pool auf der Finca wo wir noch bis zum frühen Nachmittag blieben und machen lieber mit Fotos von unserem Zwischenstopp in Valladolid weiter. Dort hatten wir etwas Aufenthalt, weil unser Zug nach Madrid erst spät am Abend fuhr. Die früheren waren alle schon ausgebucht. Zusätzlich hatte er sogar eine knappe Stunde Verspätung. Ein Novum auf unserer Reise.

Wir sind also durch die Altstadt geschlendert, die durchaus hübsch anzusehen ist. Leider war es wieder tödlich heiß, sodass wir uns an den zahlreichen Wasserspendern bei jeder Gelegenheit abkühlen mussten.

Im Stadtpark laufen Pfauen, Hühner und Enten frei herum

Irgendwann wurde dann doch der Zug angekündigt. Wir sind also schnell durch den Hochsicherheitstrakt gegangen und haben unser Gepäck und uns selbst scannen lassen. Der Bahnhof von Valladolid wird übrigens gerade erweitert. Es wird also demnächst noch mehr Platz für Durchleuchtungsanlagen geben. Dann müssen die Fernzüge hoffentlich nicht mehr alle auf Gleis 1 fahren wo es bisher die einzigen Durchleuchter in Valladolid gibt und es können ein paar mehr davon angeboten werden.

Eine Zugfahrt und eine S-Bahn-Fahrt durch die spanischen Tunnel später waren wir dann am Bahnhof Atocha, wo auch unser Hotelzimmer war. Auch dieser Bahnhof wird übrigens gerade erweitert. Eisenbahnfahren ist in Spanien gerade voll im Trend!

Sonnenfinsternis

Da die Sonnenfinsternis ja erst abends losgehen sollte und wir nicht so lang in der Steppe in der Sonne schmoren wollten, blieben wir noch etwas auf der Finca in Zamora und testeten den Pool. Ergebnis: Kann man machen. Die Hühner beäugten uns bei unseren Aktivitäten, die Schwalben warteten mit dem Trinken aus dem Pool bis wir fertig waren. Erstaunlicherweise zeigen weder Hunde noch Enten oder Gänse ein Interesse am Pool. Kurz vor Abfahrt noch das Handy im Wassereimer zu versenken, ist hingegen weniger zu empfehlen. Immerhin konnte Oles Handy in der spanischen Sonne erfolgreich getrocknet werden.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Yacimiento Arqueológico de Las Cuevas Menudas östlich von León. Das ist eine in den Fels gehauen Höhlenwohnstätte eremitischer Mönche des 9 und 10. Jahrhunderts. Diese bieten etwas Schatten, sodass wir dort ein Picknick machten. Die anderen Höhlen waren auch schon fast alle von anderen Sonnenfinsternis-Schaulustigen bewohnt.

Cuevas Menudas von weitem

Danach machten wir uns zum Leidwesen eines einzelnen Herrn, der lieber im Auto gegrillt werden wollte, auf einen kurzen Spaziergang. Die Gegend bietet außerdem noch eine römische Siedlungs-Fundstätte aus dem 5. Jhd. vor Christus.

Dann war es auch schon fast so weit und wir suchten uns einen Platz zum Gucken. Just in time kam auch Susanne (Birgits ehemalige Kollegin) dazu und los ging das Spektakel!

Sonnenfiltertests
Sonnenanbeterinnen

Wir haben also fleißig gestaunt, wie es immer dunkler wurde und die Berge im Norden im Dunkel verschwanden. Parallel wurden Fotos durch das Fernglas oder die Sonnenfinsternisbrille mit dem Handy geschossen. Den Sonnenuntergang genossen wir dann mit Susis Familie an deren Wohnmobil bei Melone, Schinken, Käse sowie Tee und Saft bevor wir uns durch die Dunkelheit wieder auf den Rückweg nach Zamora machten.

Zamora

Um näher an die totale Zone der Sonnenfinsternis heran zu kommen, verlassen wir Barcelona und fahren mit dem Zug nach Madrid und dann nach Valladolid.

Die Gleise werden hier immer erst kurz vor der Ankunft der Züge zugewiesen, sodass alle vor der Anzeigetafel darauf warten, zu erfahren zu welchem Gleis sie müssen. Bevor die Gleise endgültig feststehen wird dabei eine Prognose angezeigt.

Haptischer Bahnhofsplan in Valladolid

In Valladolid holten wir dann unseren Mietwagen und weiter ging die Fahrt nach Zamora. Zunächst kauften wir aber für die nächsten Tage in einem gigantischen Carrefour ein. Wir kamen dann abends bei unseren Vermietern auf einem kleinen Bauernhof am Rande von Zamora an und wurden erstmal von den 4 großen Hunden, den Katzen, Hühnern, Enten und Gänsen misstrauisch beäugt begrüßt.