Noch mehr Knochen und viele Rollen

09.01.

Elefantenstammbaum

Birgit war schon früh mit Posterrolle bewaffnet zum eigentlichen Zweck der ganzen Reise aufgebrochen, dem Transportation Research Board 96th Annual Meeting im Convention Center. Da wir am Vortag bei weitem noch nicht alles im National Museum of Natural History gesehen hatten und der Eintritt zu allen Museen des Smithonian Institute frei ist, gingen wir einfach noch mal hin. Die eigentliche Dinosaurer-Ausstellung ist seit 2014 und noch bis 2019 für eine Überarbeitung geschlossen, trotzem konnten wir der Interimsausstellung noch mehr abgewinnen.

Paläontologen-Tagebuch

Interessant war ein Tagebuch von Paläontologen, der den Tagesablauf einer Ausgrabungserkundung wiedergab. Erst heute fiel mir auch auf, das sich direkt in der Austellung ein Labor befindet, so dass man durch eine Glasscheibe den Wissenschaftlern direkt bei der Arbeit zusehen kann, wie fossile Insekten fotografiert werden oder angepasste Behälter für fossile Delfinknochen für das Archiv gebaut werden. Das nicht öffentliche forensische Labor dieses Instituts hat anscheinend auch für die TV-Serie Bones Pate gestanden (Verweis), die jedoch im Jeffersionian Institute spielt.

Kaltes Wetter und alte Knochen

08.01.

Gartenansicht White House

So, da waren wir also in Washington. Wir hätten nicht gedacht, dass wir die Wintersachen noch mal auspacken müssten. Auch wenn es mit 30°F ziemlich kalt war, wollten wir uns doch mal ansehen, um welches Einfamilienhaus hier in den Staaten alle vier Jahre so ein Zirkus um den nächsten Bewohner gemacht wird. Die Nordseite war allerdings schon mal großräumig abgesperrt, vermutlich für die Einzugsfeier des nächsten Bewohners. Hintenrum konnte man allerdings noch einen Blick auf den Kräutergarten und die Terasse werfen.

T-Rex, gefährlich ausgeleuchtet

Von dort führen Grünanlagen direkt zum Washington Monument, einem riesigen Obelisken mit Fahrstuhl und Aussichtsebene, die allerdings bis 2019 geschlossen ist, sowie zu „The Mall“, was ausnahmsweise mal kein Einkaufszentrum bezeichnet, sondern weitere Grünanlagen. Diese wiederum sind anstatt von Läden von Museumsgebäuden der Smithonian Institution gesäumt. Wir wärmten uns um dritten von links auf – dem „Smithonian National Museum of Natural History“. Dort sind nämlich neben vielen vielen Tieren zu Brunos Freude auch Dinosaurierskelette ausgestellt.

United States Capitol mit dem House of Representatives

Gegen 5:30 PM wird man freundlich zum Ausgang komplimentiert, zu der Zeit schließen die Museen nämlich. Wir folgten also weiter der Mall, um schließlich am Capitol anzukommen. Diesmal schlichen wir aber nicht hinten herum, schon vorne wurde man mit Schilder von der Sorte „No trespassing“ begrüßt.

 

 

Haupthalle der Union Station

Auf der Suche nach Bus oder Metro nach Hause setzten wir unseren Weg in Richtung Union Station fort. Die Union Station beherbergt sehr schicke Hallen die zum Einkaufen und Warten einladen, nur die Züge werden unverständlicherweise in einer dunklen niedrigen Halle gehalten, die eher an einen Hinterhof erinnern und zu denen man wie mir gesagt wurde „aus Sicherheitsgründen“ gar nicht erst gehen soll, nachdem wir es schon gemacht hatten. Wenigstens bei UNO in der Union Station kann man gut essen und wenn man möchte, auch bei einem kleinen Touchscreen am Tisch bestellen und bezahlen.

Auf Wiedersehen San Francisco, hallo Washington!

07.01.

Kaum traten wir aus dem schicken Whitcomb Hotel fuhr ein Taxi vor und bot die Fahrt zum Flughafen zum gleichen Preis der Metro an. Musste der Fahrer nur all unser Gepäck im Taxi unterkriegen. Auf der Fahrt fing es schon an zu regnen, höchste Eisenbahn San Francisco zu verlassen.

Das Flugzeug war diesmal eine Boeing 737, uns blieben vier Mittelplätze hintereinander, yeah. Zum Glück fanden sich zwei tauschwillige Passagiere, so dass wir je zu zweit sitzen konnten.

Bildschirme am Sitz gibt es keine, Filme sind per eigenem Gerät und WLAN zu streamen. Essen gab es außer Snacks nur gegen Bezahlung, zum Glück hatten wir noch Obst und Reste vom Chinesen dabei.

In Washington war es bitterkalt, zum Glück fanden wir bald den richtigen Bus. Los geht die Odyssee: Bus zur Metro. Silver Line verkehrt nur verkürzt zur Orange Line. Orange Line ist auch wegen Bauarbeiten verkürzt. Ersatzbus in die Innenstadt. Jetzt hatten wir die Schnauze voll und nahmen ein Taxi für den Rest. Wir hätten auch noch zwei weitere Metros nehmen können um in die Nähe des Hotels zu kommen. Den Abend beendeten wir dann mit zwei bestellten Pizzen im Hotelzimmer.

If you’re going to San Francisco…*

06.01.

Market Street

Für Blumen im Haar und zerschlissene Jeans war es in San Francisco etwas kühl. Nach einem Subway-Frühstück auf der Market Street besorgten wir uns Tageskarten für den ÖPNV. Die kosten zwar mittlerweile 21 Dollar pro Nase, dafür kann man das komplette dichte Nahverkehrsnetz der Stadt nutzen: die berühmten (teuren) Cable Cars, die Straßenbahnlinie F auf der nur Museumswagen aus aller Welt und nahezu im Originalzustand eingesetzt werden, Trolleybusse, Dieselbusse und die Metro.

Linie F auf der Market Street – fahrendes Straßenbahnmuseum

Also erstmal mit der Tram (aus Milano) zum alten Fährterminal am Ende der Market Street, dessen Glockenturm wie Big Ben läutet. Von dort kann man ein Cable Car entlang der California Street nehmen (an der Market Street / Powell Street gibt es im Gegensatz zu dieser lange Warteschlangen). Das für Nordamerikanische Städte typische Schachbrettmuster für die Häuserblöcke und Straßen wurde trotz der sehr hügeligen Geographie auch in San Francisco fast ausnahmlos durchgezogen, was in Straßen mit bis zu 30% Steigungen resultiert, welche auch die Cable Cars erklimmen.

Cable-Car-Kreuzung

Haltestellen sind dementsprechend nur mitten auf den ebenen Straßenkreuzungen möglich, da die Cable Cars eben nur dort ihr Kabel locker lassen können, um stehen zu bleiben. Und falls man beim Fotografieren aus dem offenen Cable Car seine Brille verliert, kann man schnell abspringen, sie wieder aufsammeln und wieder einsteigen…

Kneipp-Kur im Pazifik

 

Wir fuhren dann weiter mit dem Trolleybus 1 in Richtung Westen zum Baker Beach, wo man schon mal einen Blick auf die Golden Gate Bridge werfen oder auch im Pazifik anbaden kann.

Mit den nächsten Bussen 29, 1 und 28 ging es direkt bis zur Golden Gate Bridge, die wir auch bis zum ersten Pfeiler trotz kaltem Wind überliefen und einen Ausblick auf Alcatraz und die Innenstadt warfen.

Road-Zipper auf der Golden Gate Bridge

Da gerade der Feierabendverkehr einsetzte, schob ein Spezialfahrzeug mal eben die Teile des Mittelstreifens um eine Spur weiter, so dass stadtauswärts der Verkehr vier statt drei Spuren Platz hatte.

Zurück in der Innenstadt wollten wir auch mal mit einem Cable Car der Powell-Street-Line fahren, allerdings von der anderen Endstelle mit Drehscheibe, auf der die Wagen manuell gedreht und heruntergeschoben werden.

Diesmal mussten wir uns auch in die Warteschlange einreihen, als es dunkel wurde, saßen wir drin. Am Rande von Chinatown stiegen wir aus und suchten uns in dieser Stadt in der Stadt ein Restaurant um mal richtig richtig Chinesisch zu essen – lecker! Feierabend! Bus und Tram (El Paso) nach Hause bitte!

* Scott McKenzie – San Francisco

Bad News

05.01.

Nach unserer Übernachtung in Modesto fuhren wir nicht wie ursprünglich geplant noch in den Yosemite National Park, da für ihn morgens im Fernsehen beim Frühstück eine Flutwarnung ausgegeben wurde. Mitlerweile wurde die Flutwarnung jedoch abgeschwächt. Stattdessen machten wir noch einen Umweg vorbei an San Jose und dem Silicon Valley nach Santa Cruz, um dann über die Küstenstraße 1 nach San Francisco zu fahren und dort dann das Auto wieder abzugeben. Über San Jose wusste das Fernsehen dann abends zu berichten, dass dort eine Schießerei mit zwei Toten in einer Taqueria stattfand.

Santa Cruz von der Wharf aus gesehen

Santa Cruz gefiel uns äußerst gut, eine hübsche Kleinstadt, so wie man sie von zu Hause kennt. Was mir sonst ja oft negativ auffiel ist, dass Straßen und Wege keine rechte Begrenzung haben und einfach in Wüstenboden, Erde oder Sand übergehen oder zwischen bebauten Flächen einfach mal hundert(e) Yards Nichts ist oder auch Müll liegt. Anders in Santa Cruz, wo es Bordsteine gibt, an die sich ansehnliche Fußwege oder Rasenflächen anschließen.

Seelöwen unterhalb der Seebrücke in Santa Cruz

Santa Cruz liegt zusammen mit Monterey (nicht zu verwechseln mit dem mexikanischen Monterrey) in einer Bucht und bietet nicht nur einen ausgedehnten Strand sondern auch eine hundertjährige hölzerne Seebrücke, die früher den Fischern diente und heute mit Straße und Parkplätzen sowie jede Menge touristischen Läden bebaut ist. Auf einem der alten Anleger aalten sich Dutzende Seelöwen und machten ungeniert Krach. Im Wasser waren außerdem noch ein paar Otter zu sehen.

 

Cabrillo Highway 1

Für uns ging es dann auf der zwar stellenweise insgesamt vierspurigen aber malerischen Küstenstraße nach San Francisco. Wir machten noch mal an einer Steilküste mit Zugang zum Strand halt, dem Greyhound Rock County Park, wie mir Google gerade verät, wo sich am Strand Blasentang und Krabbenschalen finden ließen. Dann hieß es, die Autovermietung am Flughafen von San Francisco anzusteuern, das Auto leerzuräumen und abzugeben. Mit der Metro ging es dann in die Innenstadt, zu unserem Hotel.

Flur im Hotel Whitcomb

Hatte ich bisher schon mal davon gesprochen, dass wir in einem Hotel übernachteten? Ich ziehe das zurück, gegen das ebenfalls über hundertjährige Hotel Whitcomb sind alle anderen bisherigen Unterkünfte nichts! Das ist ein Hotel mit Stil! Das wiederum steht in krassem Kontrast zu Außenwelt. Leider ist die Market Street an der das Hotel liegt nachts keine so angenehme Adresse. Es sind leider auch hier viele Obdachlose anzutreffen. In der Hotellobby ist anscheinend dauerhaft mindestens ein Polizist anwesend.

Für Kalifornien wurden abends für das Ende des kommenden Wochenendes starke Regenfälle angekündigt, so dass wir bangen durften, ob wir San Francisco rechtzeitig in Richtung Washington verlassen werden.

Mammutfarmen, -regen und -bäume

04.01.

Ölfeld nördlich von Bakersfield

Heute hieß es halbwegs früh aufstehen, das Frühstücksbuffet im Ersatzhotel wurde bereits 9 Uhr wieder abgebaut. Danach machten wir uns auf den Weg zum Sequoia National Park mit seinen Mammutbäumen. Auf dem Weg von Bakersfield dorthin passierten wir zunächst ausgedehnte Ölfelder mit zahlreichen Fördertürmen.

 

Orangenbaumplantage bei Porterville

Anstatt Ölfeldern sah man mit der Zeit mehr und mehr Obstplantagen, die sich schließlich praktisch ununtebrochen über circa 60 Meilen bis zum Park erstreckten. Es waren hauptsächlich Orangenbäume links und rechts des Weges, die noch voller Früchte hingen, soweit das Augen reicht, manchmal sah man aber auch Pampelmusen, Mandarinen oder Weinreben. Hier kommen also die kalifornischen Rosinen her.

 

Schneeketten sind Pflicht

Je näher wir dem Park kamen, umso mehr regnete es und nebelig wurde es auch noch. Kurz vor dem Park war dann die Ausleihe von Schneeketten fällig, ohne die die Zufahrt zum Park nicht erlaubt ist. Im Park gilt es zunächst über viele kurvige Straßen und Serpentinen viele Höhenmeter zu den großen Sequoia-Bäumen zu überwinden. Die Straßenverhältnisse waren lange ganz gut, wurden je weiter man fuhr auch sichtlich schlechter. Mit zunehmender Höhe lag auch mehr und mehr Schnee, so dass wir schließlich auch tatsächlich die Schneketten anlegten.

Unteres Ende des „General Sherman Tree“

Auch wenn der Park viele Möglichkeiten bietet, die Sequoias zu erkunden, mussten wir uns wegen des Wetters für nur eine entscheiden: General Sherman Tree – den mit knapp 1500 m³ bzw. gut 52000 ft³ massereichsten Baum der Erde. In dem Gebiet um den Baum lag viel Schnee, aber auch viel Schmelzwasser, von den großen Bäumen viel zusätzlich Wasser, so dass wir in kürzester Zeit durchnässt waren und auch bald wieder im warmen Auto sassen. Das Tier am Straßenrand des Tages war dieses Mal wieder ein Hirsch.

Das Fahrzeug-Spezial!

Liebe Leser, heute will ich als Fahrerin auch mal berichten. Was läge da näher, als über unsere wunderbare Urlaubskutsche zu schreiben?!

Bevor wir unseren Road-Trip gestartet haben, konnten wir uns einen Mietwagen aus der Parkreihe der Mini-VANs aussuchen. Um zu verhindern, dass sich die Kinder während der Fahrt zerfleischen, haben wir also einen 7-Sitzer ausgewählt, so dass beide in unterschiedlichen Reihen sitzen können, während wir Erwachsenen es uns vorn bequem machen.  Ich habe also alle 7-Sitzer getestet und nach einigem probieren auch herausgefunden, wie man den Sitz so weit nach vorn stellen kann, dass ich an die Pedale komme.

Es wurde dann ein Chrysler, Model: Town & Country, der neben der Fahrbarkeit noch weitere Features mitbringt, die nicht nur überaus komfotables sind, sondern auch einen kleinen Einblick in unsere Aufenthalte im Auto gewährt.

Damit man sich beim Verstellen des Sitzes nicht überanstrengt, hat das Auto zahlreiche elektrische Verstellmöglichkeiten, sogar die Stütze für die Lendenwirbelsäule ist verstellbar. So kann man die Sitzposition sogar während der Fahrt verändern…

Wie in Amerika üblich hat das Fahrzeug eine Automatik-Schaltung mit Tempomat und es lässt sich damit sehr bequem über die Highways düsen. Eigentlich bräuchte man auch keine Pedale mehr, da man die Beschleunigung über Knöpfe am Lenkrad steuern kann. Um den Komfort auch bei niedrigeren Geschwindigkeit hoch zu halten, wurde zusätzlich eine rückwärtsgerichtete Kamera eingebaut, die beim Ein- und Ausparken gute Dienste leistet.

Als digital natives müssen wir natürlich all unsere Geräte auch unterwegs immer gut mit Strom versorgen. Deshalb hat der Hersteller dankenswerterweise reichlich Zigarettenanzünder, ja sogar eine Steckdose eingebaut, die man auch mit 115V betreiben und so das Notebook aufladen kann. Auch für die Ohren wird gesorgt, ja es gibt sogar einen HDMI-Anschluss.

Für durstige Fahrer und Mitfahrer wurden zahlreiche Getränkehalter installiert. Auch nützlich sind die Aufbewahrungsgelegenheiten für eingesammelte Kakteen Bücher, Karten, Fresskram, usw.

Nach einiger Zeit der Erkundung des Autos entdeckten wir immer mehr Funktionen. So auch das Entertainmentsystem. Wir haben also tagelang nach einem Shop mit DVDs gesucht und nachdem ich Ole dort (mit DVDs im Gepäck) rausgeschleift hatte, konnte es dann auch losgehen und so dürfen die Kinder nun nach Einbruch der Dunkelheit immer mal einen Film ansehen. (Das Bild lässt sich nur im Querformat darstellen, also bitte einfach das Tablet wenden. 😉 )

Last but not least, sei hier noch der Autoschlüssel erwähnt, um dessen Nutzung zur Bedienung der Türen ein Kampf entbrannte. Seit wir aber entdeckt haben, dass es auch im Fahrzeug verteilt etliche Knöpfe zu deren Bedienung gibt, darf ich den Schlüssel wieder öfter behalten. Nur für das Abschließen muss ich ihn manchmal noch hergeben. Dabei macht das Auto ein kurzes Hupen, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreut. Damit bekommt man auch akustisch zurückgemeldet, dass es nun abgeschlossen ist, und kann beruhigt seiner Wege gehen.

Leaving Las Vegas*

03.01.

Shoshone Museum / Gas Station / Gift Shop

Mit einer Ehrenrunde um den Flughafen verließen wir Las Vegas in Richtung Westen und sichteten wieder die markanten Joshua Trees. Unser erster Anlaufpunkt des Tages war Shoshone mit einem kleinen Freilichtmuseum zum örtlichen ehemaligen Calziumbergbau wie wir vor Ort feststellten.

Von dort ging es dann vollgetankt und gut mit Wasser ausgesrüstet in das Death Valley, in welchem uns ein Kojote am Straßenrand begrüßte. Ich hatte es mir ganz anders vorgestellt.

Death Valley

Je tiefer man in das Tal fährt, desto spärlcher wurde die Vegetation. Das Tal ist recht flach und breit, wird jedoch von hohen steilen Bergen flankiert. Das sorgt dafür, dass warme Luft vom Talboden nicht weit genug aufsteigt, sich etwas abkühlt, wieder absteigt und dort erneut von der Sonne erwärmt wird. So enstehen im Sommer Temperaturen um die 50° Celsius. Im Januar liegen die Temperaturen jedoch eher bei 15°C, so dass hier eigentlich keine Gefahr wegen der Hitze bestand. Der tiefste Punkt des Tals nennt sich Badwater Basin und liegt 282 Fuß bzw. 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel. Dort ist ein gutbesuchter Parkplatz eingerichtet und man kann über einen Steg weit in die vorherrschende Salzwüste laufen. Schmeckt auch tatsächlich salzig.

Badwater Basin

Wir folgter der Straße weiter nach Norden und fuhren durch den „Artists Drive“, eine Nebenstrecke durch die Ausläufer der östlichen Berge. Den Namen trägt die Strecke zu Recht, die Berge leuchten in allen möglichen Farben, rot, grün, blau, braun, weiß. Die Straße windet sich durch enge Täler und Senken, die, falls es doch mal regnen sollte, sich sicher in Flüße verwandeln. Hier und da münden natürliche trockene Kanäle in die Straße oder queren diese.

Bunte Berge im Artist Drive

Zum Abschied aus dem Tal des Todes stand wieder ein Kojote am Straßenrand.
In Furnace Creek machten wir noch einen Abstecher zum Zabriskie Point oberhalb des Tals, es war allerdings schon recht dunkel. So mussten wir dann leider auch die Mesquite Flat Dunes in Stovepipe Wells rechts liegen lassen. Auch eine Wanderung durch den Golden Canyon bleibt aufgeschoben.

Auf dem weiteren Weg in Richtung Westen nach Bakersfield stiegen wir erstmal wieder auf 4000 Fuß und überquerten ein zwei Pässe auf engen Bergstraßen. Es wurde stellenweise sehr windig, einmal wehte auch noch richtig viel Sand über die Straße, das passesde Verkehrsschild „Blowing Dust“ fand sich aber erst etwas später. Überraschung am Ziel: Das Hotel ist wegen eines beschädigten Hydranten ohne Wasser und daher komplett gesperrt. Netterweise organisierte der Rezeptionist eine Ausweichunterkunft.

* Sheryl Crow – Leaving Las Vegas

Montag ist Ruhetag

02.01.

In Las Vegas blieben wir zwei Nächte. Den Plan ins Valley of Fire zu fahren ließen wir fallen und vergnügten uns lieber in Las Vegas. Wir wohnten ganz oben im Tropicana in der 22. Etage. Die Erdgeschosse der Hotels bestehen fast ausschließlich aus Spielcasinos, in denen leider auch geraucht werden darf. Einarmige Banditen, die mittlerweile kaum noch Hebel, dafür aber riesige Touchscreens haben, Black Jack, Roulette (auch als Automaten) und dieses komische Würfelspiel, von dem selbst ich nicht die Regeln kenne. Spielen darf man erst ab 21 Jahren. Als ich mich mit Bruno auf dem Arm einem Roulettetisch näherte um ihm mal die Doppel-Null zu zeigen, die es ja bei Omas Roulette nicht gibt, wurde ich von den Croupiers freundlich darauf hingewiesen, das Jugendliche am Tisch nicht erlaubt sind und wir doch bitte weitergehen sollen. Hier und da laufen auch Polizisten in den Casinos herum und passen auf diese Regelungen auf.

The Strip

Mit den Kindern fuhr ich mit dem Bus den „Strip“ entlang bis zum „Circus Circus“ Hotel mit angeschlossenem Adventure Dome. Wegen der vielen Autos wäre man teilweise zu Fuß schneller gewesen, gegen Ende der Fahrt fuhr der Bus dann aber mitunter ganze Blocks, ohne anhalten zu müssen. Schräg gegenüber von unserem Tropicana ist das „New York New York“ mit kleiner Freiheitsstatue.

 

Circus Circus mit Adventure Dome

Während der weiteren Fahrt ganz vorne oben im Doppeldeckerbus kamen außerdem am „Venetian“ mit Dogenpalast, Rialtobrücke und Kanal inklusive Gondeln, sowie am „Paris“ mit Eiffelturm und Triumphbogen vorbei. Hier wird halt nicht gekleckert, sondern (hin-) geklotzt. Um in den Adventure Dome, einem überdachten Freizeitpark, zu gelangen, muss man durch das Erdgeschoss des „Circus Circus“ hindurch, also wieder vorbei an Spieltischen und Einarmigen Banditen. In dem Hotel gibt es natürlich auch eine bequem vom Spielautomaten sichtbare Zirkusmanege, in der gerade eine Trapeznummer gezeigt wurde.

4D-Kino

Im Adventure Dome gibt es dann alles was das Rummel-Herz begehrt: große und kleine Achterbahnen, 4D-Kino, Laser Tag, Air Hockey, Autoscooter, Schießbuden, Enten-Angeln und und und. Dank Tageskarte probierten wir dann auch vieles davon aus. Beim Autoscooter war es wie im echten Leben, es gab dank Mittelinsel Stau. Luca versuchte sich gleich dreimal im Laser Tag, Bruno spielte am liebsten Air Hockey und Draisinen-Rennen (Man spielt gegeneinander indem man versucht Bälle in Löcher auf einer schiefen Ebene zu rollen). Ich konnte endlich mal wieder Achterbahn fahren, mit Doppellooping und Doppelschraube! Im 4D-Kino wurde man auch gerne mal durchgerüttelt oder nass gespritzt, wenn der Polarexpress durch Höhlen rattert oder Scrat mit Haselnuss durch einen Wasserfall fliegt.

Draußen war es auf einmal schon dunkel, so dass wir den hell erleuchteten Strip entlang zum Hotel zurückfuhren.

Den Dingen auf den Grund gehen

01.01.

Bryce Canyon

Der Nebel vom Silvesterabend hing auch am Neujahrstag noch über Bryce, das war estmal kein gutes Omen für den Besuch des Bryce Canyon. Nach dem Buffet-Frühstück in Ruby’s Inn sah es schon etwas besser aus, so dass wir es einfach versuchten. Als wir dann am Sunset Point am Rand des Canyons in die Schlucht sahen, verzogen sich die letzten Nebelschwaden und gaben den Blick auf ein weites Tal frei.

 

Gesichter im Felsen?

Im Bryce Canyon finden sich viele vor allem rote säulenartige Felsformationen die in Reihen oder in Gruppen zusammenstehen und im Winter mit dem Schnee noch einen  schönen Kontrast erhalten. Der Legende nach verwandelte der Kojote-Gott vor langer Zeit die hier lebenden bösartigen Völker von Menschen, Vögeln und anderen Tieren zur Strafe in diese Säulen. Wenn man genau hinsieht erkennt man sogar einzelne Gesichter.

Navajo-Trail

Wir machten uns also auf den Weg und folgten vom Sunset Point dem Navajo-Trail auf schneebedeckten Serpentinen-Wegen mit steilen Abhängen ins Tal. Diesmal zogen wir gleich die Yaktrails an und hatten auch an den eisigen und matschigen Stellen keine Probleme wie all die anderen Wanderer mit normalen Schuhen. Auch wenn der Weg ins Tal nur eine knappe Meile lang sein sollte, dauerte es doch eine ganze Weile bis wir unten waren. Von dort führte der Weg über eine Felsspalte wieder zum Sunset Point hinauf.

Coral Pink Sand Dunes

Nachdem wir schon wieder etwas hinaufgelaufen waren, mussten wir jedoch umkehren, da der weitere Weg nach oben wegen Steinschlaggefahr gesperrt war. Da wir nicht zum etwas weiter entfernten Sunrise Point laufen wollten, mussten wir wohl oder übel den gleichen Weg wieder hinaufsteigen. Als wir dann wieder oben waren war es bereits 3:00 PM und wir brachen auf nach Las Vegas, wollten jedoch noch einen Stopp bei den Coral Pink Sand Dunes einlegen.

Fotogenes Wild

Bevor wir jedoch dorthin gelangten, liefen uns wieder ein paar Wildtiere vor dem Auto über die Straße. Da sie noch neben der Straße langsam weiterliefen hielten wir an und machten ein paar Fotos. Soweit so gut. Nur das losfahren war nicht mehr so einfach. Neben der Straße lag Schnee auf Sand, das Auto steckte fest. Ein wenig vor und zurück ging schon noch, aber auf die Straße kamen wir nicht. Zum Glück kamen recht bald Einheimische mit ihrem Pickup vorbei, übernahmen bei uns das Steuer und manövrierten das gute Stücke nach einigem hin und her wieder auf die Straße.