Archiv des Autors: Birgit

Zamora

Um näher an die totale Zone der Sonnenfinsternis heran zu kommen, verlassen wir Barcelona und fahren mit dem Zug nach Madrid und dann nach Valladolid.

Die Gleise werden hier immer erst kurz vor der Ankunft der Züge zugewiesen, sodass alle vor der Anzeigetafel darauf warten, zu erfahren zu welchem Gleis sie müssen. Bevor die Gleise endgültig feststehen wird dabei eine Prognose angezeigt.

Haptischer Bahnhofsplan in Valladolid

In Valladolid holten wir dann unseren Mietwagen und weiter ging die Fahrt nach Zamora. Zunächst kauften wir aber für die nächsten Tage in einem gigantischen Carrefour ein. Wir kamen dann abends bei unseren Vermietern auf einem kleinen Bauernhof am Rande von Zamora an und wurden erstmal von den 4 großen Hunden, den Katzen, Hühnern, Enten und Gänsen misstrauisch beäugt begrüßt.

Hockey B Vorrunde

Gestern startete das Hockey-B-Turnier mit 28 Teams aus 7 Nationen (zählt Wales extra?). Heute war Gruppe B mit 8 Teams dran.

Dresdner Einradlöwen

Die „Dresdner Einradlöwen“ können zwar nicht als komplett Dresdner Team antreten, da nicht genügend Mitspieler in Steyr dabei sein können, aber sie werden durch ein paar Externe aus Frankfurt (M.) und Elmshorn unterstützt. Wir haben am Ende in der Vorrunde Platz 3 hinter Germany Black (mit Matteo) und Uniwheeler Bremen (mit Luis) erreicht. Hinter uns gelassen haben wir Australia B, British WildCats (England) , la bande à mono (Frankreich), British Lions (England) und die Sparkle Sprinters (Österreich). Damit spielen wir am Donnerstag in der K.O.-Phase um Platz 7 bis 14 (von 28).

Schwimmen in der Enns

Heute früh war Ole zum 800m-Wettbewerb und wir haben ausgeschlafen. Er hat dort Tatsuya getroffen.

Trikottausch

(Ole) In meinem 800m-Sprint-Lauf der 40-49-Jährigen war Tatsuya aus Japan auf der Bahn neben mir. Er hat ein sehr auffälliges schickes selbstgestaltetes Trikot getragen, was ich ihm auch auf japanisch sagen konnte. Wir kamen ein bisschen auf japanisch/englisch ins Gespräch und nach unserem Lauf (Sieg!) fragte ich ihn, ob wir nicht unsere Trikots tauschen könnten, was auf UNICONs auch Gang und Gäbe ist, so dass am Ende Franzosen in Taiwan-Trikots, Japaner in Deutschland-Trikots, Koreaner in Australien-Trikots und so weiter herumlaufen.

Ennsufer mit Steilhang

Nachmittags sind wir nach einem angenehm klimatisierten „Billa Plus“-Besuch runter an die Enns gegangen, wo es eine Badestelle hat. Dort erholen sich Mensch und Tier, ein paar Paddler gab es auch. Man kann sich schön im Wasser den Fluss runter treiben lassen und muss dann halt wieder zurück laufen. Hätten wir mal in Wien in den Wickelfisch investiert, dann könnten wir unsere Klamotten jetzt einfach mitnehmen.

Ole und Erdbeerrolle und steiniges Ennsufer

Wir haben ein kleines Picknick gemacht und eine Erdbeerrolle gegessen, die wir im Billa gekauft hatten. Die war schon ganz akzeptabel, aber natürlich nicht so lecker wie eine selbstgemachte Rolle.

Sonnenuntergang am Ennsufer

Auf dem Rückweg kamen wir noch an der Eishalle vorbei, wo das Flatland-Finale stattfand. Beim Flatland der Damen traten immer zwei Damen gegeneinander an. Jede hat eine Minute Zeit, um möglichst viele Tricks zu machen. Also z.B. auf dem Einrad zu balancieren oder es um irgendwelche Achsen zu drehen, während man es benutzt.

Flatland Battle in der Eishalle

Dabei wechseln sich die beiden immer ab, so ähnlich wie es beim Breakdance-Battle auch gehandhabt wird. Zum Schluss macht jede noch einen Trick und dann muss eine Jury bewerten. Wer mehr Jury-Mitglieder für sich einnehmen konnte, gewinnt das Battle und kommt in die nächste Runde. Anschauen könnt ihr euch die Disziplin hier.

Bühne frei für den Final Trick im Flatland Battle

(Ole) Danach kamen auch noch die Männer dran ihre Tricks zu zeigen, besonders spektakulär sind die Sprünge, bei den vom Einrad abgesprungen wird, Tricks gemacht werden und dann wieder auf dem Einrad gelandet wird. Unter anderem gab es zu sehen: „1080-Unispin“ (dreifache Einraddrehung um die vertikale Achse) oder einen „Uniwhip“ (Das Einrad macht einen Rückwärtssalto um die horizontale Achse).

Flatland-Bingo

(Ole) Nebenbei wurde auch noch das Flatland-Bingo ausgefüllt, was am Ende tatsächlich zum doppelten bzw. dreifachen Bingo führte. Der Weltmeister der letzten UNICON ist auch dieses Jahr Weltmeister geworden, womit dann „B2B Champion“ erfüllt war.

Hockey Finals

Wir haben reichlich Zahnpasta dabei.

Heute gab es nun also den zweiten Teil des Basketball-B-Wettbewerbs. Fast wäre Oles Team „Ligaausschuss und Freunde“ noch Dritte geworden. Das letzte Spiel gegen die „Dead Cats“ aus Deutschland ging dann aber knapp mit 18:20 verloren, weshalb es dann doch nur zu Platz 4 reichte.

„Ligaausschuss und Freunde“ vs. „Riots“ (Deutschland)
„Ligaausschuss und Freunde“ vs. „la bande à mono“ (Frankreich)
„Ligaausschuss und Freunde“ vs. „KGM“ (Japan)

In der Zwischenzeit ging es auch beim Hockey-A weiter. Es wurde um alle Plätze mit Herzblut gekämpft. Beim Finale war die Halle dann voll und Schweizer sowie Deutsche Fans bildeten auf der rechten bzw. linken Tribüne Blöcke und feuerten ihre Teams lautstark an. Nach einer 3:0 Führung für das deutsche Team schafften die Schweizer zur Halbzeit mit 5:5 den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit sicherten die Schweizer sich dann mal wieder Sieg in dem ziemlich ausgeglichenen Spiel mit 7:10. So eng war es die letzten Male nicht.

„Deutschland 1“ vs. „Team Schweiz“

Basketball

Heute haben wir einen ruhigen Tag beim Basketball verbracht. Also zumindest für mich war der Tag ruhig, ich habe ja nicht mitgespielt. Bruno und Ole waren aber voll dabei. Vor allem Ole wird sich überlegen, ob er nicht noch ein Basketballteam aufbaut.

Es wird jeder gegen jeden gespielt. Morgen finden dann die letzten Spiele statt, aber sie schlagen sich ganz gut und bieten den anderen Mannschaften trotz wenig Erfahrung gut Paroli.

Linz ohne Torte

Heute stand für Bruno und mich wieder ein Ausflug auf dem Programm. Ole ist zeitig aufgestanden und zum Sport losgezogen, 3×3 Basketball. Wir haben noch ein Stündchen länger geschlafen und dann den Bus 400 nach Linz genommen. Der klappert alle Dörfer ab und kommt dann am beliebten Bahnhofsvorplatz in Linz an. An dem schön gestalteten Platz gingen wieder zahlreiche Obdachlose ihren Beschäftigungen nach.

Wir machten und zu Fuß auf den Weg durch das Stadtzentrum. Die größten Sehenswürdigkeiten sind der Mariendom und natürlich die O-Busse.

Im Dom gibt es auch eine kleine Ausstellung und Räume, in denen man auf Sesseln die Ruhe genießen und zeichnen und kalligraphieren kann. Eigentlich soll man dort die Stille genießen, aber die Organistin musste durchgängig üben. Es war nicht immer schön. Schön kühl ist es aber. Wer es noch kühler braucht, geht in die Krypta.

Wir haben noch einen Abstecher an die Donau gemacht, aber das Ufer ist nicht sonderlich touristenfreundlich. Ziemlich steil, kein Schatten, keine Sitzgelegenheiten, keine Gastronomie. Lasst es einfach.

Also doch wieder ins Zentrum, dort jeder einen Eisbecher gegessen und dann sind wir mit dem Bus Richtung Stadion gefahren. Leider haben wir keinen der modernen elektrischen, klimatisierten Busse erwischt. Angekommen sind wir aber trotzdem. Eigentlich wollte ich noch kurz in den botanischen Garten. Aber da der so winzig und nur mit Eintritt zu haben war, sind wir dann doch direkt ins Stadion gegangen. Dort war es noch ziemlich leer und es gab auch nirgendwo Warteschlagen. Weder am Einlass noch bei Imbiss (wo es kein Redbull, aber Kornerspitz gibt) oder Toiletten. Es ist eben eine kleine Stadt. Die Linzer haben dann sehr engagierten Fußball gespielt, sie sind auch amtierender Meister und Pokalsieger. Ein Ex-Dynamospieler war der Spielmacher und hat zum 3:0 gegen die Grazer wesentlich beigetragen. Ab und zu gab es eine Kornerspitz Korner, die auf den Anzeigetafeln beworben wurde. Man kann echt alles an Werbepartner verkaufen.

Zwischendurch schlug das Wetter um und es wurde sehr windig. Wir sind dann aber noch trockenen Fußes zum Bahnhof gelaufen, wo wir gerade pünktlich in die S-Bahn nach Enns gestiegen sind. Dort konnten wir dann wieder in die 400 umsteigen und haben so einen Bus erwischt, der in Linz schon 20 Minuten zuvor abfuhr. Das hat wirklich gut geklappt, zumal der auch noch bei uns quasi vor der Haustür fährt und uns so der nächtliche Weg vom Bahnhof zur Jugendherberge erspart blieb.

Hockey A Vorrunde

Heute haben wir lang geschlafen und spät nur eine Kleinigkeit gefrühstückt. Es war super warm und Ole ging es nicht so gut. Deshalb hat er dann einfach weitergeschlafen und Bruno und ich sind in die Stadthalle zum Hockey gelaufen.

Hockey in der Stadthalle Tabor

Dort war es auch sehr warm. Für die Teamsportarten Einradhockey und Einradbasketball gibt es jeweils ein A-Turnier um den Weltmeistertitel und ein B-Turnier für alle die auch ohne Weltmeistertitel Spaß haben. Im Hockey-A-Turnier traten 10 Teams aus Deutschland (4), Schweiz (3), Österreich, Frankreich und Australien an.

Deutschland 1 (weiß) gegen Team Schweiz (rot)

Der Titelaspirant Deutschland 1 hat erst gegen die amtierenden Weltmeister „Team Schweiz“ verloren und dann ein paar Spiele später gegen die selben doch gewonnen. Mal sehen, wie das im Finale wird!

Die Schiris diskutieren lang, ob es einen 6,50 geben soll.
So sah der 6,5m dann aus.

Cocktails im Funkturm

Auf dem Donauturm

Wir starten den Tag gemütlich mit einem fulminanten Frühstück im Hotel und machen uns dann gut gestärkt auf den Weg zum Donauturm. Dort packen wir brav unsere Tasche in den Locker und fahren mit dem Fahrstuhl nach oben. Auf der Aussichtsterrasse ist es nicht zu kühl und es weht auch ein ganz angenehmes Lüftchen. Noch weiter oben gibt es dann ein Café, das sich um die Funkturm-Achse dreht, sodass man alles in Ruhe ansehen kann. Also fahren wir nochmal runter, um unser Geld zu holen und man lässt uns sogar auf unser freundliches Bitten ein zweites Mal nach oben. Dort genießen wir dann also unsere Cocktails und schauen uns dabei Wien von oben an.

Rathaus von innen. Der Stil ist Neogothisch.
Innenhof des Rathauses

Dann müssen wir aber auch los, weil wir eine Verabredung zu einer kleinen Stadtführung haben. Also düsen wir mit der U-Bahn wieder quer durch die Stadt und Treffen uns beim Maria-Theresia-Denkmal mit dem Guide und den anderen Teilnehmenden. Der führt uns dann durch Spittelberg und zurück zum Rathaus, weist uns auf die verschiedenen architektonischen Stile hin (alles Neo, nix richtig alt) und erzählt dabei einige Schoten.

Am Spittelberg

Nachdem der Guide wegen der Hitze aufgegeben hat, schließen wir noch zu zweit einen Spaziergang durch den 1. Bezirk an. Stephansdom und Wiener Kaffeehausbesuch warten noch auf uns. Die Marillenknödel waren wirklich vorzüglich und im Dom gab es sogar noch eine Andacht mit Orgelmusik!

Marillenknödel und Kaiserschmarrn beim Hofzuckerbäcker Demel

Da wir nun aber noch nach Steyr wollen und nicht beliebig viel Zeit haben, fahren wir danach fix zum Hotel am Prater und holen unseren Rucksack. Und weil wir schonmal dort sind, gehen wir nochmal zum Inder-Pakistani und lassen uns was zum Mitnehmen einpacken. Der Mann meint es gut mit mir, ich werde mich tagelang davon ernähren können. Bruno besorgt sich lieber eine Bowl am Bahnhof Mitte und dann schaffen wir es doch tatsächlich noch pünktlich zum Hauptbahnhof für den Zug nach Steyr. In St. Valentin dürfen wir dann wieder in den Ersatzverkehr – wünscht uns Glück!

Mit hundert Wassern gewaschen

Hundertwasserhaus

Der erste komplette Tag in Wien wurde mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel gestartet. Gut gestärkt ging es zum Hundertwasserhaus, rund um das Hundertwasserhaus gab es unzählige Souvenirläden für Touristen, auch wir sind in die Touristenfalle getappt und haben uns erstmal einen Kühlschrankmagneten, eine Sonnenbrille und einen Schal gekauft.

Automatische Bahnsteigtüren. Man bereitet das automatische Fahren einzelner Fahrzeuge vor.
Blick von der Gloriette auf Schloss Schönbrunn und Wien

Danach sind wir mit der U-Bahn zum Schloss Schönbrunn gefahren, um dort die Gärten, die Gloriette und eben das Schloss anzusehen. Von der etwas höher gelegenen Gloriette hatte man einen sehr guten Blick auf das Schloss und die Stadt. Der Bau des Schlosses wurde unter Leopold dem I. begonnen und unter Maria Theresia abgeschlossen. Über 300 Jahre war das Schloss die Sommerresidenz der Habsburger. Das Schloss ist so wie man sich ein Schloss vorstellt pompös, prunkvolle Fassaden und aufwendige Verzierungen. Das Schloss ist durch seine repräsentative Fassade, der symmetrischen Anlage und den prunkvollen Innenräumen sowie den absolutistischen Gartenstil dem Barock zuzuordnen.

Deckendetail im Wiener Musikverein
Der große Saal

Gegen Abend wurde dann dem Mozart-Konzert beim Wiener Musikverein beigewohnt. Die „Gesellschaft der Musikfreunde“ war sehr goldig gestaltet, insgesamt war das Gebäude von innen und außen sehr beeindruckend. Der Dirigent dirigierte Zeitweise auch das Klatschen des Publikums, sodass keine Langeweile aufkommen konnte.

Außen ist es auch pompös.

Gute Sicht in Wien

Blick auf das untere Belvedere

Heute morgen sind wir flotten Schrittes zum Bahnhof gegangen, um dann mit Schienenverkehr nach St. Valentin und von dort nach Wien zu fahren. Dort angekommen, habe wir uns erstmal mit klassischer Wiener Kost gestärkt, bevor wir dann das untere und obere Belvedere unsicher gemacht haben.

Achtung, im Park gibt es Monster!
Im unteren Belvedere

Dort haben wir Werke von Klimt, van Gogh und allerlei weiteren bekannten und unbekannten Künstler*innen bewundert. Danach nahmen wir die U-Bahn zur Donauinsel und haben dort noch um Liegestuhl an der Donau gesessen. Dann musste Ole sich wieder auf den Weg nach Steyr machen, damit er morgen an Wettkämpfen teilnehmen kann. Bruno und ich bleiben noch etwas in Wien. Wir haben uns auf den Weg zum Hotel am Prater gemacht. Hier ist die Hölle los und wir haben die Kotzmühlen zunächst nur von unten angeschaut.

Charakterköpfe

Zum Abschluss waren wir noch in einem ungewöhnlichen Restaurant mit indisch-pakistanischer Kost, in dem man sich selbst am Buffet bedient und am Ende zahlt, was man für angemessen hält. Es war sehr lecker!

Blick aus dem Hotelzimmer auf den Prater