Zum Frühstück begrüßen wir die Hotelkatze und machen uns zu Fuß auf den Weg Richtung Seine. An der Kirche, die den schönen Namen Magdalena trägt und eine Reliquie der Maria Magdalena beheimatet, machten wir zuerst halt und besichtigen das von zahlreichen riesigen Säulen getragene Gebäude.
Später kamen wir am Petit Palais und dem Grand Palais vorbei und schauten uns im kleineren von beiden spontan die Ausstellung an. Dort gibt es vorrangig modernere Kunst in Skulptur und Gemälde (Street Art), die uns allen zusagte.
Danach laufen wir weiter zu Etoile um den Arc de Triomph anzusehen. Am Grab des unbekannten Soldaten brennt weiter die Flamme. Das Gebäude selbst zeichnet sich ja durch die Verherrlichung französischer Kriege aus. Es gibt Gravuren siegreicher Schlachten von Napoleon sowie der Namen seiner Militärs und Plaketten zum Gedenken an die Kämpfer verschiedener Kriege auf dem Boden.
Von dort aus gingen wir – inzwischen hungrig – weiter zur Seine, was uns unweigerlich auch zum Eiffelturm führte. Dummerweise haben wir zwischendurch kein schönes Bistrot gefunden, sodass wir uns direkt am Turm bei der Tourifalle etwas zu Essen kaufen mussten.
Dann haben wir uns in die Ticketschlange gestellt, da es online schon länger keine Karten mehr für die Fahrt bis zur Spitze gab. Wir haben dann auch nach einigem Warten Tickets für den Treppenaufstieg zur zweiten Etage und den Aufzug nach oben bekommen und konnten direkt mit dem Aufstieg beginnen.
Die Treppen ließen sich ganz gut bewältigen, für den Fahrstuhl gab es wieder eine Schlange. Dann wurden die Kabinen vollgestopft und ab ging die Fahrt bis auf 276 m Höhe. Dort war es auch echt voll und nervig laut, aber wir hatten Glück, da wegen eines Gewitters keine Besucher mehr hoch gelassen wurden. Dafür wurde es dann auch echt nass und windig und der Turm schwankte ein wenig. Die Aufseher legten Wert darauf, dass alle nach unten fahren, was sich aber wegen der Menschenmassen länger hinzog. Ole wollte gern als letzter runter und eigentlich auch nochmal auf Oberdeck, aber beides blieb ihm verwehrt.
Wir mussten also als Vorletzte wieder runter auf die 2. Etage, wo es inzwischen wirklich voll war. Vermutlich kamen zwischenzeitlich sowohl von oben als auch von unten alle auf dieser Etage zusammen. Wir machten uns alsbald auf den Weg in die erste Etage. Dort angekommen, stellten wir fest, dass wir ganz viel Lack vom Geländer an den Händen hatten. Oder war es Rost? Zum Glück gibt es Waschräume auf dem Turm, sodass wir das wieder loswerden konnten. Wir wollten hier eigentlich noch einen Cocktail in der Bar trinken, aber es war alles nass bot keinen guten Ausblick und außerdem auch ziemlich teuer. Keine Motivation, sich dort nieder zu lassen.
Für das letzte Stück haben wir uns dann in einen der zweietagigen Aufzüge gequetscht und sind runter gefahren.
Unten angekommen, stellten wir fest, dass es doch mehr regnet als wir vermutet hatten und suchten uns notdürftig Unterschlupf, um ein Restaurant für den Abend auszusuchen. Lustigerweise hatten die fliegenden Händler ihr Angebot inzwischen von Eiffeltürmen auf Schirme umgestellt. Reich wird eben nur, wer die Probleme der Leute löst.



























Aber ihr wart oben, findet Manfred (ein kleines Bisschen neidisch).