Heute stand für Bruno und mich wieder ein Ausflug auf dem Programm. Ole ist zeitig aufgestanden und zum Sport losgezogen, 3×3 Basketball. Wir haben noch ein Stündchen länger geschlafen und dann den Bus 400 nach Linz genommen. Der klappert alle Dörfer ab und kommt dann am beliebten Bahnhofsvorplatz in Linz an. An dem schön gestalteten Platz gingen wieder zahlreiche Obdachlose ihren Beschäftigungen nach.
Wir machten und zu Fuß auf den Weg durch das Stadtzentrum. Die größten Sehenswürdigkeiten sind der Mariendom und natürlich die O-Busse.
Im Dom gibt es auch eine kleine Ausstellung und Räume, in denen man auf Sesseln die Ruhe genießen und zeichnen und kalligraphieren kann. Eigentlich soll man dort die Stille genießen, aber die Organistin musste durchgängig üben. Es war nicht immer schön. Schön kühl ist es aber. Wer es noch kühler braucht, geht in die Krypta.
Wir haben noch einen Abstecher an die Donau gemacht, aber das Ufer ist nicht sonderlich touristenfreundlich. Ziemlich steil, kein Schatten, keine Sitzgelegenheiten, keine Gastronomie. Lasst es einfach.
Also doch wieder ins Zentrum, dort jeder einen Eisbecher gegessen und dann sind wir mit dem Bus Richtung Stadion gefahren. Leider haben wir keinen der modernen elektrischen, klimatisierten Busse erwischt. Angekommen sind wir aber trotzdem. Eigentlich wollte ich noch kurz in den botanischen Garten. Aber da der so winzig und nur mit Eintritt zu haben war, sind wir dann doch direkt ins Stadion gegangen. Dort war es noch ziemlich leer und es gab auch nirgendwo Warteschlagen. Weder am Einlass noch bei Imbiss (wo es kein Redbull, aber Kornerspitz gibt) oder Toiletten. Es ist eben eine kleine Stadt. Die Linzer haben dann sehr engagierten Fußball gespielt, sie sind auch amtierender Meister und Pokalsieger. Ein Ex-Dynamospieler war der Spielmacher und hat zum 3:0 gegen die Grazer wesentlich beigetragen. Ab und zu gab es eine Kornerspitz Korner, die auf den Anzeigetafeln beworben wurde. Man kann echt alles an Werbepartner verkaufen.
Zwischendurch schlug das Wetter um und es wurde sehr windig. Wir sind dann aber noch trockenen Fußes zum Bahnhof gelaufen, wo wir gerade pünktlich in die S-Bahn nach Enns gestiegen sind. Dort konnten wir dann wieder in die 400 umsteigen und haben so einen Bus erwischt, der in Linz schon 20 Minuten zuvor abfuhr. Das hat wirklich gut geklappt, zumal der auch noch bei uns quasi vor der Haustür fährt und uns so der nächtliche Weg vom Bahnhof zur Jugendherberge erspart blieb.

Die Altstadt ist klein, kein Vergleich mit Wien. 
O-Bus-Oberleitungen vor dem Dom. 
Ein O-Bus! 
Ein neogothisches Gebäude. 
Es ist wohl der größte Kirchenbau Österreichs, wenn auch nicht das höchste. Das wusste Wien dann doch zu verhindern. 
Im Dom gibt es historische und moderne Buntglasfenster. 
Multimediale Ausstellung im Dom. 
Der Phönix erhob sich aus der Asche. 
Wir waren als erste da.